Tambaku Chaakila Oob Ali

↳ Yugantar

IN 1982, 00:29:00

Marathi mit englischen Untertiteln


Tambaku Chaakila Oob Ali (Glühende Tabakasche) zeichnet die Geschichte und einzelne Streikaktionen einer Frauengewerkschaft in Nipani (Karnataka) nach, der über 3000 Tabakarbeiterinnen angehörten. In Zusammenarbeit mit den Arbeiterinnen entstanden, beschäftigt sich der Film in teils dokumentarischer, teils nachinszenierter Form mit einer der größten Bewegungen von (zunächst) unorganisierten Arbeiterinnen in Karnataka und Maharashtra, durch die in den 1980er-Jahren gewerkschaftliche Prozesse angestoßen wurden.

Beeindruckt von der Kraft der von den Arbeiterinnen initiierten groß angelegten Streikaktionen und im Geiste der Mobilisierung für die linke Arbeiter- und Frauenbewegung begann das Filmkollektiv Yugantar mit der Arbeit an seinem zweiten Film. Das Kollektiv verbrachte vier Monate mit den Arbeiterinnen der Tabakfabrik in Nipani, hörte sich die Berichte über ausbeuterische Arbeitsbedingungen an und diskutierte Strategien für die Bildung einer Gewerkschaft sowie konkrete Schritte zur Ausweitung der Solidarität unter den Arbeiterinnen der einzelnen Fabriken im Hinblick auf groß angelegte Streikaktionen. Durch diese Zusammenarbeit war das Filmteam in der Lage, die bis dahin nicht gezeigte Situation innerhalb der Fabriken zu filmen. Bezüglich der Frage, was, wo und wie ihre Aktionen aufgezeichnet werden sollten, folgte das Filmteam den Anweisungen der Arbeiterinnen. Auf Grundlage der Erzählungen der Arbeiterinnen entwickelte das Filmkollektiv ein lose strukturiertes Drehbuch.

Yugantars kontinuierliches Engagement für die Komplexität politischer Freundschaften und die Frage, wie man „Solidarität zeigt“, führte zu einer für die damalige Zeit bahnbrechenden kollaborativen Filmproduktion, die sich in den groß angelegten Re-Enactments von Protesten, sowie einem vielstimmigen Voice-over von Zeugnissen manifestierte. Insbesondere war dies das erste Mal, dass im Kino Frauen der Arbeiterklasse in einer Situation gezeigt wurden, in der sie sich organisieren und „an die Machthaber wenden“. Der Film stellt ein kraftvolles Beispiel für einen feministischen Ansatz innerhalb der Bewegung des „Third Cinema“ dar. Von heutigen Gewerkschaftsaktivist*innen wird dieser factory film auch als ein „Handbuch“ der Streikorganisation betrachtet.


Im Anschluss Gespräch mit María Barea (in englischer Sprache).

  • Sektion Section: Film
  • Programm Programme: they gave us flames, we made a fire 4
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