Perpetual Recurrences
↳ Reem Shilleh

PS 2016, 00:58:00
Arabisch, Französisch, Italienisch, Japanisch mit englischen Untertiteln
Perpetual Recurrences ist eine Übung in Filmprogrammierung. Die Aufgabe ist dabei allerdings nicht, Programmreihen aus kompletten Filmen zu kuratieren, sondern mit ausgewählten Einzelszenen zu arbeiten. Der Fokus dieser Übung liegt darauf, wiederkehrende Muster im palästinensischen Film und in Filmen über Palästina zu untersuchen. Die ausgewählten Szenen gruppieren sich umeinander und fügen sich zu Sequenzen. Wiederholt auftretende Elemente bestimmen die jeweilige Szenenfolge. Bei diesen strukturierenden Elementen kann es sich um Orte handeln, um einen politischen Diskurs, eine bestimmte Art der filmischen Inszenierung, bestimmte Objekte und anderes mehr. Vom Klassenzimmer über eine*n militante*n Aktivist*in, die*der auf freiem Feld eine Rede hält, während irgendwo ein Baum zu sehen ist, bis hin zu Handkameraaufnahmen in den engen Gassen von Flüchtlingslagern, oder aus Autos gefilmte Kamerafahrten, die Straßen, Kontrollpunkte und Landschaften zeigen –, die Szenen sind formal wie inhaltlich aus ihrem filmischen/politischen Kontext herausgelöst. Was sehen wir, wenn wir sie auf diese Weise in Sequenzen anordnen? Ergibt sich aus bewegten Bildern, die in den vergangenen fünf Jahrzehnten in und über Palästina produziert wurden, ein politisches Gesamtbild?
Im Anschluss Gespräch mit Reem Shilleh (in englischer Sprache).
- Sektion Section: Artist in Focus. Marwa Arsanios
- Programm Programme: Programm 2