Afternoon Hearsay
↳ Peng Zuqiang

CN, GB, IT 2025, 00:19:00
Nominiert für den EMAF Medienkunstpreis des Verbands der deutschen Filmkritik (VdFk)
Deutsche Premiere
Mandarin mit englischen Untertiteln
8,75mm-Film war ein einzigartiges Zelluloidformat, für das keine Kamera existierte und das außerhalb Chinas nie in Umlauf kam. Dieses Filmmaterial wurde in China in den 1960er- bis 80er-Jahren vor allem in mobilen Projektionseinheiten eingesetzt, um in ländlichen Gebieten, in den Bergen, auf Inseln und in Regionen ethnischer Minderheiten Filme zu zeigen. Die Frage, „Was ist ein Film ohne Kamera?“ ergab sich aus der Recherche und wurde durch kameralose Filmtechniken untersucht, wie zum Beispiel das Fotogrammieren von 8,75mm-Archivkopien auf 16mm- und 35mm-Farbnegativfilm. Die flüchtigen Bilder der Archivfilme überlagern sich mit den vom Künstler aufgenommenen Super-8-Aufnahmen und verweben die fragmentierten Geschichten eines Publikums, einer Filmfabrik und eines Kameraerfinders, in denen die Fakten unzugänglich und Erinnerungen vergänglich sind. Die Neuinterpretation eines Formats, das sich einst der Verbreitung widersetzte, als Medium, durch das andere Formen der Resilienz entstehen wo Affekte und Gerüchte einen Raum gegen politische Amnesie und das Auslöschen von Bildern behaupten.
- Sektion Section: Film
- Programm Programme: Under Structural Doubt